Seit dem 3. Januar 2026 kommt es im Südwesten Berlins zu einem massiven Stromausfall, der mehrere Tausend Haushalte und Unternehmen lahmlegt. Die Unterbrechung der Stromversorgung ist Folge eines Brandanschlags an einer Kabelbrücke über den Teltowkanal nahe dem Kraftwerk Lichterfelde, bei dem mehrere Hoch- und Mittelspannungskabel schwer beschädigt wurden. Die Versorgung konnte zwar teilweise wiederhergestellt werden, jedoch wird erwartet, dass erst am Donnerstag eine weitgehende Normalisierung möglich ist – mehrere Tage nach dem Ausfallbeginn.

Ursache: Brandsätze beschädigen zentrale Leitungen

Nach Ermittlungen der Polizei wurden Brandsätze unter den Versorgungskabeln platziert, was einen Brand auslöste, der fünf Hochspannungskabel und zehn Mittelspannungskabel zerstörte. Der Schaden ist erheblich: Durch die Zerstörung dieser Kabelstränge fiel nicht nur elektrischer Strom aus, sondern auch Fernwärme, Mobilfunk und Internetdienste waren zeitweise betroffen. Die Behörden gehen von einem vorsätzlichen Anschlag auf die Strominfrastruktur aus.

Warum die Reparatur so lange dauert

Die langwierigen Reparaturarbeiten haben mehrere technische und logistische Gründe:

  • Komplexität der Kabeltechnik: Die beschädigten Leitungen bestehen aus unterschiedlichen Kabeltechnologien (z. B. Kunststoff- und Ölkabel), deren Verbindung besondere Expertise und spezifische Werkzeuge erfordert.
  • Arbeit unter schwierigen Bedingungen: Für einen fachgerechten Anschluss müssen die Kabel in einer möglichst staubfreien Umgebung und bei Plusgraden zusammengeführt werden. Das erfordert teilweise das Ausheben tiefer Baugruben und den Einsatz speziell ausgebildeter Fachkräfte.
  • Provisorische und dauerhafte Lösungen: Während einige Haushalte bereits wieder an das Netz angeschlossen werden konnten, wird parallel an einer dauerhaften Reparatur der Kabelbrücke gearbeitet, was mehr Zeit in Anspruch nimmt. Dies ist einer der Hauptgründe, warum die vollständige Wiederherstellung erst mehrere Tage nach dem Zwischenfall – voraussichtlich bis Donnerstag – erwartet wird.

Umfang der Auswirkungen

Insgesamt waren zunächst rund 45.000 Haushalte und etwa 2.200 Gewerbebetriebe betroffen, vor allem in den Bezirken Zehlendorf, Nikolassee, Wannsee und Lichterfelde. Teilweise konnten Tausende Haushalte zunächst provisorisch wieder versorgt werden, doch weitere Tausende werden voraussichtlich bis Donnerstag ohne reguläre Stromversorgung auskommen müssen.

Der Ausfall trifft Berlin in einer Phase winterlicher Kälte und hat bereits zu Schulausfällen, Einschränkungen im Nahverkehr und zur Einrichtung von Wärmestuben geführt. Die Berliner Verwaltung hat eine Großschadenslage ausgerufen, um Einsatzkräfte zu koordinieren und zusätzliche Ressourcen bereitzustellen.

Ermittlungen und Sicherheitsfragen

Die Ermittlungen zum Brandanschlag laufen weiter. Sicherheitsbehörden prüfen ein Bekennerschreiben einer linksextremistischen Gruppierung, die sich zu der Tat bekannt haben soll. Der Anschlag hat auch Diskussionen über die Verletzlichkeit kritischer Infrastruktur ausgelöst und die Frage, wie solche Systeme künftig besser geschützt werden können.

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Quellen:

 

Was gut vorbereitete Haushalte jetzt brauchen – Lehren aus dem Berliner Blackout

Der großflächige Stromausfall in Berlin hat einmal mehr gezeigt: Viele Menschen sind auf längere Unterbrechungen der Energie- oder Versorgungssysteme schlecht vorbereitet. In mehreren deutschen Haushalten reichten Vorräte nicht einmal für wenige Tage, und elementare Notwendigkeiten wie Wasser oder Lebensmittel fehlten. Jüngste Ratgeber weisen darauf hin, wie ein sinnvoller Notvorrat aussieht — ohne Panik, aber mit realistischem Blick auf Risiken.

Mindestvorrat – was Behörden empfehlen

Offizielle Krisenvorsorgeempfehlungen gehen davon aus, dass ein Haushalt rund zehn Tage lang selbstständig handlungsfähig sein sollte. In der Praxis bedeutet das:

  • Wasser: Mindestens zwei Liter pro Person und Tag, besser mehr, da Körper und Hygiene betroffen sind.
  • Lebensmittel: Energiereiche, haltbare Grundnahrungsmittel, die im Alltag ohnehin genutzt werden.

Diese Zahlen sind keine willkürliche Vorsorge, sondern basiert auf den Empfehlungen des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

Das gehört in einen realistischen Vorrat

Experten raten dazu, Vorräte nicht als „Abenteuer-Ration“ zu sehen, sondern als ergänzende Alltagslagerung:

  • Getränke: Wasser in stabilen Gebinden oder Kanistern.
  • Essen: Nudeln, Reis, Couscous, Haferflocken, Knäckebrot, Konserven (Gemüse, Hülsenfrüchte, Fisch, Fleisch), Nüsse.
  • Nährstoffmix: Ausreichend Kalorien, aber auch eine ausgewogene Mischung, damit keine einseitige Ernährung entsteht.
  • Medikamente und Hygiene: Regelmäßig benötigte Medikamente, Desinfektionsmittel, Hygieneartikel.

Verbraucherschützer betonen: Vorräte sollten nur Lebensmittel enthalten, die man wirklich isst. Produkte, die sonst nie auf dem Speiseplan stehen, werden schnell vergessen und verderben, was nicht nur ineffektiv, sondern teuer ist.

Geräte und Hilfsmittel für den Notfall

Ein Vorrat allein reicht nicht für einen durchgehenden Blackout. Neben Wasser und Lebensmitteln empfehlen Behörden und Experten, folgende stromunabhängige Geräte bereitzuhalten:

  • Batteriebetriebene oder Kurbelradios, um auch ohne Strom wichtige Informationen zu empfangen.
  • Taschenlampen und Ersatzbatterien für Orientierung im Dunkeln.
  • Powerbanks und kleine Solar-Ladegeräte, um Kommunikationsgeräte im Notfall aufzuladen.
  • Dokumentensicherheit: Kopien wichtiger Unterlagen (Versicherung, Ausweis, Notfallkontakte) griffbereit und geschützt lagern.

Gerade Radios sind laut Experten wichtig, weil sie ohne Mobilfunknetz funktionieren und Bürger weiterhin mit lokalen Warnmeldungen versorgen können.

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Was Experten ausdrücklich nicht empfehlen

Verbraucherschützer warnen vor teuren fertig gepackten „Survival“-Sets, die im Internet angeboten werden. Diese Pakete enthalten häufig zu wenig Lebensmittel, kein Wasser oder essentielle Bestandteile und sind im Preis-Leistungs-Verhältnis ineffektiv. Sie bieten meist keinen echten Mehrwert gegenüber einem selbst zusammengestellten Vorrat aus normalen Produkten.

Warum Vorbereitung Solidarität ist

Ein Notvorrat ist kein Ausdruck von Angst oder Misstrauen, sondern von verantwortungsvollem Denken: Wer seinen eigenen Bedarf decken kann, entlastet zugleich Rettungskräfte und soziale Einrichtungen in einer Krisensituation. Behörden betonen, dass Vorrat und Vorbereitung auch für vulnerable Gruppen wie ältere Menschen, Familien mit Kindern oder chronisch Kranke wichtig sind.

Quelle: Angst vor Blackout wie in Berlin: Diese Notvorräte brauchen Sie jetzt, Focus Online, 4. Januar 2026. (Focus)