Der Landrat des Landkreises Ludwigslust-Parchim, Stefan Sternberg (SPD), sorgt aktuell für eine politische Debatte, weil er sich gegen einen elektrischen Dienstwagen und stattdessen für einen Hybrid-Verbrenner (BMW 750) entschieden hat – mit einer ungewöhnlichen Begründung.

Begründung: Mögliche Stromausfälle im Kriegsfall

Sternberg argumentiert, ein rein elektrisches Fahrzeug sei im Krisenfall, etwa bei langandauernden Stromausfällen infolge eines möglichen Spannungs- oder Verteidigungsfalls in Deutschland, nicht einsatzfähig. Öffentliche Ladesäulen seien im Ernstfall nicht notstromversorgt, und lange Ladezeiten würden die Mobilität des Landrates – als oberster Einsatzleiter im Landkreis – gefährden. Deshalb halte er an einem schwereren Hybrid-Dienstwagen fest.

Kritik

Kritik an dieser Argumentation kommt breit aus der politischen Landschaft:

Die Grünen im Landtag und örtliche Kreistagsfraktionen sehen in der Begründung eine unzureichende und unrealistische Rechtfertigung für die Wahl eines klimaschädlicheren Dienstwagens.

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Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert Sternbergs Haltung scharf und bezeichnet seine Begründung als „absurdeste Rechtfertigung“ für einen Verbrenner-Dienstwagen. DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch weist darauf hin, dass moderne Elektroautos gerade bei Stromausfällen Vorteile bieten könnten, weil sie als mobile Energiequelle für Geräte dienen können.

Auch andere Landräte zeigen sich irritiert: Während einige auf spezielle Führungsfahrzeuge mit Blaulicht setzen, nutzen andere bereits reine Elektrofahrzeuge als Dienstwagen – und begründen das mit Klimaschutzkonzepten und praktischer Alltagstauglichkeit.

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Sternberg selbst betont, dass Mobilität im Katastrophenfall gewährleistet sein müsse und seine Entscheidung daher aus Sicht der „größten anzunehmenden Katastrophe“ getroffen worden sei – ein Ansatz, der aber bei politischen Gegnern und Umweltverbänden auf Unverständnis stößt.

Quelle: https://www.ndr.de/kein-e-auto-wegen-kriegsgefahr-cdu-stuetzt-spd-landrat-sternberg,dienstwagen-128.html